Hausstaubmilben sind in Europa die Hauptursache von Allergien (noch häufiger als Gräserpollen). Hausstaubmilbenallergien betreffen weltweit Millionen von Menschen und es vergehen oft Jahre, bevor diese Allergie diagnostiziert wird. Die Ergebnisse einer europäischen Studie „General public and House Dust Mite Allergy European survey“* mit 4.000 Teilnehmern, durch qualitative Interviews ergänzt, zeigen, dass die Symptome einer Atemwegsallergie eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten mit sich bringen. Je 20 Patienten aus Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien bestätigt aussagekräftig ihr Leiden und die Last einer Hausstaubmilbenallergie. Die Studie wurde von LT Insight, im Auftrag von Stallergenes durchgeführt.

Die Hausstaubmilbenallergie ist für fast 20 % aller Atemwegsallergien
verantwortlich. Milben, für das menschliche Auge unsichtbaren Lebewesen,
kommen unausweichlich in jedem Haushalt vor. Die Hausstaubmilbenallergie
löst das ganze Jahr über viele störende Symptome aus: Niesanfälle, Fließschnupfen, verstopfte Nase, tränende oder juckende Augen, Husten, Atemnot oder allgemeine Müdigkeit. "Manchmal sehen die Leute einen an, als hätte man eine seltsame ansteckende Krankheit", berichtet zum Beispiel Pablo aus Spanien.


Viele Patienten haben den Eindruck, dass saisonbedingte Allergien gegen
Pollen weit stärker belastende Symptome auslösen als eine Hausstaubmilbenallergie. Diese allgemein verbreitete Auffassung ist möglicherweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass saisonale Allergien plötzlich auftreten, wohingegen Milbenallergien das ganze Jahr über Symptome verursachen. Das führt zu einer Unterschätzung anderer Allergieauslöser, die damit fälschlicherweise als weniger wichtig eingestuft werden. Nach den Ergebnissen der Studie zur Wahrnehmung der Hausstaubmilbenallergie in der allgemeinen Bevölkerung, bestätigte die Mehrheit (71%) die Wirkung und die klinischen Komplikationen, die von einer Hausstaubmilbenallergie ausgelöst werden, wie das Risiko für Asthma, Otitis und Sinusitis. Wobei auch nachgewiesen wurde, dass diese Allergie eine schwerwiegende negative Wirkung auf den Alltag der Patienten hat (67%).


Dennoch gehen 64% der Befragten davon aus, dass eine Milben-Allergie eine
Erkrankung ist, mit der man selbst klar kommen kann. Dabei ist den meisten
das Risiko eines allergischen Asthma nicht bewusst. Es verwundert daher nicht,
dass die meisten Patienten keinen ärztlichen Rat oder eine Behandlung suchen,
um ihre allergische Erkrankung in den Griff zu bekommen. Über 45 % der Patienten sind aktuell nur unzureichend diagnostiziert. Wenn jemand mit der
Belastung einer Hausstaubmilbenallergie lebt, herrscht bedauernswerter Weise
überwiegend Resignation.

„Man spürt die Wirkung sogar bei der Arbeit: "Ich konnte nicht so effizient sein wie meine Kollegen, weil ich ständig richtig müde war, und es fiel mir schwer, mich zu konzentrieren. Stellen Sie sich vor, Sie haben wochenlang eine richtig böse Erkältung, da fühlen Sie sich von Tag zu Tag abgeschlagener", meint ein Patient in Spanien. Charakteristische Symptome einer Hausstaubmilbenallergie beeinträchtigen infolgedessen die normale Leistungsfähigkeit bei alltäglichen Aufgaben, die Qualität des Schlafs, die kognitive Funktion, die Arbeitsproduktivität, das Beurteilungsvermögen und haben auch eine negative Wirkung auf das psychosoziale Wohlbefinden. Viele Patienten akzeptieren es freiwillig auf soziale Unternehmungen zu verzichten, wie dieser junge Patient aus Frankreich (23 Jahre): "Ich bin so müde, alles was ich will, ist allein zu Hause zu bleiben."


Vor allem junge Menschen, insbesondere Kinder, sind von der Hausstaubmilbenallergie betroffen. Mehr als 50 % der Kinder und Jugendlichen mit Asthma reagieren auch allergisch auf Hausstaubmilben. Wenn man bereits in jungen Jahren unter einer Atemwegsallergie leidet, kann dies zu Fehltagen in der Schule, schlechten schulischen Leistungen und einem niedrigeren Aktivitätslevel führen, die für die persönliche Entwicklung, die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes unverzichtbar sind. Mehr noch, wenn man mit Asthma in die Schule kommt, kann dies über eine Beobachtungszeit von 12 Monaten, unabhängig vom Schweregrad des Asthmas, vielen Fehltagen oder anderen Kovariaten für Leistungsdefizite, ein signifikanter zusätzlicher Faktor für geringe Leistungen bei zum Beispiel der Lesefähigkeit sein. Darüber hinaus zeigte eine kanadische Studie, dass sich die Situation im Lauf der Schulzeit nicht signifikant bessern würde. Ein Leben mit Hausstaubmilbenallergie kann also viele Einschränkungen bedeuten.

Auch wenn die Befragten im Allgemeinen meinen, sehr gut oder gut über die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie informiert zu sein, klagen 50% über fehlende Informationen zu aktuellen Therapien gegen die Hausstaubmilbenallergie. "Am Anfang bekommt man von den Ärzten allgemeine Informationen, aber dann wird man mit seiner Krankheit allein gelassen", beklagt einer der französischen Patienten.


Mehr als 8 von 10 Personen sind tatsächlich der Meinung, dass die Milbenallergie durch Vermeidungsmaßnahmen wie Saubermachen beseitigt werden kann. Nach Auffassung der Patienten fallen alle anderen Behandlungsoptionen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit weit dahinter zurück. Im Fall einer Hausstaubmilbenallergie ist die Vermeidungsstrategie in einem normalen Haushalt jedoch unmöglich und kann sehr hinderlich sein, wie eine französische Patientin erklärt: "Es stört mich beim Putzen. Jedes Mal, wenn ich ein Sofa oder ein Kissen ausklopfe, geht es los…"

Die meisten Patienten erklären außerdem, schlecht bis sehr schlecht über die spezifische Immuntherapie mit Allergenen (auch Hyposensibilisierung genannt) informiert zu sein. Die spezifische Immuntherapie ist die adäquate Therapieoption für Patienten, um nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursache der Allergien zu bekämpfen. Die spezifische Immuntherapie zielt darauf ab, die natürliche Allergiegeschichte zu verändern, indem sie eine Toleranz gegenüber dem auslösenden Allergen aufbaut. Sie lindert die Symptome und reduziert die Anwendung von Notfallmedikamenten. Dardurch kann die spezifische Immuntherapie die Auswirkungen der Erkrankung auf die Lebensqualität der Patienten minimieren und ihnen helfen, ein normales Leben zu führen.

  • 10.10.2012