Hausstaubmilben
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Hausstaubmilben

Die unsichtbaren Mitbewohner

Allergie durch Hausstaubmilben
Jahr für Jahr bedeutet der Frühherbst das Ende der Ferienzeit und die Rückkehr zum Alltag. Für viele heißt es aber auch die Rückkehr von Symptomen wie häufigem Niesen, laufender oder verstopfter Nase, brennenden Augen, Ohren, Nase oder Rachen und generelle Müdigkeit. Wenngleich oftmals mit einem Schnupfen verwechselt, handelt es sich dabei um häufige Symptome einer allergischen Rhinitis.

Auslöser von rund 20% aller Atemwegsallergien in Europa
Die Häufigkeit von durch Hausstaubmilben verursachter allergischer Rhinitis hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, vor allem in den Industrieländern. Experten schätzen heute, dass 500 Millionen Menschen weltweit und etwa 20 bis 30% der europäischen Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen sind.

Hausstaubmilben - eines der häufigsten Allergene
Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Es sind aber nicht die Milben selbst, auf die immer mehr Menschen in Industrieländern allergisch reagieren. Die allergieauslösenden Substanzen (Allergene) sind Eiweiße und stecken in den Kotballen der Spinnentiere sowie den toten Milben.

Milbenallergie: warum nehmen die Symptome im Herbst zu?
Da die Milben bei günstigen Bedingungen permanent in der Wohnung vorkommen, machen sich die Beschwerden in der Regel das ganze Jahr hindurch bemerkbar. Im Frühling und zu Sommerbeginn, wenn die Temperaturen zu steigen beginnen und das Klima schön feucht ist, fangen die Milben an, sich zu vermehren. Der Beginn der Heizperiode ist dann die belastendste Zeit für sensibilisierte Menschen. Durch den Kälteeinbruch im Herbst sterben zwar die meisten Milben ab, die mikroskopisch kleinen Kotpartikel bleiben uns jedoch erhalten. Zusätzlich wird in der Herbst-/Winterzeit weniger gelüftet, was zur Folge hat, dass die Raumtemperatur bzw. Feuchtigkeit steigt.

Die Symptome einer Milbenallergie
Schnupfen, Husten, brennende Augen und Niesattacken als allergische Reaktion treten vor allem in der Nacht und in der Früh nach dem Aufstehen auf. Sehr häufig werden auch morgendliches "Verschleimtheitsgefühl" und durch Sekret verklebte Augenlider beschrieben. Aber auch bei klassischen Hausarbeiten wie Betten beziehen oder Staubsaugen können Symptome auftreten; bei Kindern nach Polsterschlachten oder dem Spielen mit Stofftieren. 

Kinder haben ein 5mal höheres Asthma-Risiko
Kinder, die gegen Milben allergisch sind, haben ein 5mal höheres Risiko, Asthma zu bekommen. Die Symptome für ein zusätzlich auftretendes allergisches Asthma sind:

  • Atembeschwerden mit Beklemmungsgefühl im Brustkorb
  • Trockener Husten
  • Pfeifender Atem
  • Kurzatmigkeit

Behandlung von Hausstaubmilben-Allergie
Nach der Diagnose durch einen Allergie-Spezialisten und dem Nachweis einer Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben ist eine der wichtigsten Behandlungssäulen die Allergenkarenz. Es ist sicher unmöglich, eine komplette Ausrottung der Milben zu gewährleisten, aber einige einfache Maßnahmen können helfen, die Konzentration der Hausstaubmilben zu reduzieren. Hilfreiche Tipps hierzu finden Sie in unserem Milben-Ratgeber.

Desensibilisierung als nachhaltige Behandlungsform
Darüber hinaus gibt es viele weitere Behandlungsoptionen, um den Patienten zu helfen. Neben der symptomatischen Behandlung zählt dazu als nachhaltige Behandlungsform - vor allem für Patienten mit mittlerer bis schwerer Milben-Allergie - die Desensibilisierung. Sie ist die einzige bekannte Methode, um nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen von Allergien zu bekämpfen.

 

Viele weitere Informationen finden Sie auch unter: www.milben-schutz.at

 

Quelle: Bousquet J, et al. Geographical variation in the prevalence of positive skin tests to environmental aeroallergens in the European Community Respiratory Health Survey. Allergy 2007: 62: 301–309.

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