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Allergie-Fachbegriffe von A-Z

  • Pollen

    Der saisonale Heuschnupfen beginnt manchmal schon im Januar mit den Haselnusspollen und kann bis Ende September andauern. Die Pollenbelastung unterliegt tageszeitlichen und regionalen Schwankungen, außerdem verstärkt sich die durchschnittliche Pollenbelastung wegen veränderter klimatischer Bedingungen in den letzten Jahren mit jeder Saison.

    Januar- Mai : BÄUME: Birke, Erle, Hasel, Eiche, Buche, Esche, Weide, Pappel, Ulme

    Mai- Juli: GRÄSER & GETREIDE: Queckengras, Wiesenschwingelgras, Roggen, Knäuelgras, Wiesenlieschgras, Weizen

    Juli-September: KRÄUTER: Beifuß, Wegerich, Sauerampfer, Löwenzahn, Brennnessel, Ambrosia (Ragweed)

     

    Gräserpollen

    Gräserpollen sind weltweit die häufigsten Auslöser einer Pollenallergie. Es gibt circa 8000 Gräserarten auf der Welt, zu denen auch viele Getreide – und Futterpflanzen gehören. Die allergologisch bedeutsamen sind allerding die Süßgräser (Gramineae). Die Pollen werden hauptsächlich durch den Wind verbreitet.

     

    Kräuterpollen

    Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris)

    Beifußpollen sind die wichtigsten Kräuterpollenallergene und besitzen eine mittelstarke allergene Potenz. Nach den Gräsern und Baumpollen ist der Beißfuß das drittwichtigste Pollenallergen. Schon 13 Pollen pro Kubikmeter Luft reichen aus, um Beschwerden auszulösen. Oftmals sind Betroffene auf die Pollenallergene sensibilisiert, zeigen jedoch keine klassischen Heuschnupfensymptome, sondern reagieren in Form von Kreuzreaktionen auf bestimmte Lebensmittel. Patienten mit einem Beifuß-Sellerie-Gewürz-Syndrom zeigen beispielsweise zu rund 50% keine allergischen Symptome auf Beifußpollen.

    Unter den Beifuß-Sensibilisierten haben etwa 16% auch eine Nahrungsmittelallergie. Der gemeine Beifuß ist auch als Pfefferkraut, Fliegenkraut, Wilder Wermut, Geißbart oder Gänsekraut bekannt. Der Beifuß ist eine 30 bis 200cm hohe windblütige Staude mit rispigem Blütenstand, Beifuß ist eines der am weitesten verbreiteten Wildkräuter Europas und wird als Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Beifuß wächst auf Schuttplätzen, unbebauten Plätzen, Brachland an Wegrändern, Böschungen, entlang von Gewässern und Wegen, in Unkrautfluren und im Auengebüsch.

    Pollenflugzeit: Juli bis September

     

    Ragweed (Ambrosia)

    Die Pollen der Ambrosia (rundlich bis ovale Form bei einer Größe von etwa 12-20μm) führen bei empfindlichen Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen wie Brennen, Niesen und Atembeschwerden. Bereits geringe Pollenkon­zentrationen von 5-10 Pollen/m3 Luft reichen aus, um eine allergische Reaktion auszulösen. Besonders unangenehm für Allergiker ist die späte Blühzeit der Pflanze, denn die Pollen­saison wird um zwei Monate verlängert.

    Die thermophile Pflanze profitiert zurzeit stark von den hohen Sommertemperaturen, milden Herbsttemperaturen und den spät einsetzenden Frösten. Als Folge der prognostizierten Klimaerwärmung wird sich vermutlich das potenzielle Areal vergrößern und es ist mit einer starken Ausbreitung der Art in vielen Teilen Österreichs zu rechnen. (Quelle: AGES)

    Pollenflugzeit: August bis September

     

    Baumpollen

    Baumpollen sind ebenfalls häufige Auslöser einer Pollen-Allergie. Die meisten Beschwerden verursacht die Birkenallergie. Die sich verändernden klimatischen Bedingungen führen auch hier dazu, dass frühblühende Bäume wie die Birk, Erle und Haselnuss nach milden Winter schon Wochen früher Pollen bilden; auch verlängert sich bei manchen Bäumen die Blütezeit insgesamt.

     

    Erle (Alnus)

    Die Erlenpollen sind nach den birken- und Haselpollen die wichtigsten Baumpollenallergene. In Mitteleuropa sind drei Arten heimisch: die Grün-, Grau- und Schwarz-Erle. Eine alleinige Erlenpollenallergie ist bisher allerdings nicht beschreiben, zumeist besteht gleichzeitig eine Sensibilisierung gegenüber Pollen von Birken, Hasel, Hainbuche und Eiche.

    Pollenflugzeit: Februar bis April, die Grün-Erle im Gebirge blüht im Juni

     

    Haselnussstrauch, Gemeine Hasel (Corylus avellana)

    Unter den Baumpollen sind Haselpollen die zweitwichtigsten Allergene nach den Birkenpollen und besitzen eine starke Allergenpotenz. Eine Kreuzallergenität besteht mit Pollen von Birke, Erle, Hainbuche, Weißbuche, Eiche, Ulme, Pappel, Esche und Ahorn. Oft findet man auch das gleichzeitige Vorkommen der Haselpollenallergie mit einer Sensibilisierung auf Apfel, Birne, Aprikose, Kirsche, Pfirsich und Zwetschke. Die Gemeine Hasel kommt in ganz Europa, Nordamerika sowie Kleinasien vor. Sie besitzt einen strauchförmigen Wuchs, kann aber auch zu bis 8Meter hohen Bäumen heranwachsen.

    Pollenflugzeit: Frühblüher, je nach Witterung schon ab Dezember/Januar, Maximum Februar bis März, je nach Witterung auch bis April

     

    Hängebirke, Sand-,Warzen- oder Weißbirke (Betula pendula)

    Unter den Frühblühern sind Birkenpollen die bedeutendste Allergieauslöser und besitzen starke Allergenpotenz. In Mitteleuropa sind 19 bis 25% der Pollenallergiker gegenüber Birkenpollen sensibilisiert, in nordischen Ländern werden noch höhere Werte erreicht. Birken sind schnellwüchsige Laubbaumgewächse. Birken wachsen sehr anspruchslos speziell im Tiefland in Laub-und Nadelwäldern, an Waldrändern, Heiden und Brachflächen.

    Pollenflugzeit: Vorblüte ab März, Hauptblüte ab Mitte März bis Anfang Mai, Nachblüte bis Juni

    Kreuzallergie: Pollen von Hasel, Erle, Hainbuche, Pappel, Eiche, Buche, Kastanie, Ulme, Esche, Ahorn und Rotbuche