Allergiefrei > Allergie Wiki
ALLERGIE-Wiki

Allergie-Fachbegriffe von A-Z

  • Schimmelpilzallergie

    Schimmelpilze kommen überall in unserer Umwelt vor. Dazu gehören sowohl der Pilz, der im Wald wächst, als auch der Schimmel auf einer Scheibe Brot, auf Obst oder Gemüse oder auch Stockflecken an Tapeten. Die mikroskopisch kleinen Schimmelpilzsporen können, wenn sie mit dem Körper in Kontakt kommen, allergische Reaktionen auslösen. Häufige allergieauslösende Schimmelpilzgattungen sind Aspergillus, Penicillium, Alternaria oder Cladosporium. Eine hohe Luftkonzentration an Pilzsporen besteht insbesondere in Monaten mit feuchtem Klima und häufigem Wetterwechsel. Die Beschwerden einer Schimmelpilzallergie können sehr unterschiedliche sein. Es kann zu Niesanfällen, Schnupfen, Husten, Asthma, aber auch zu Magen-Darm-Beschwerden und Hautreaktionen kommen.

     

    Schimmelpilzquellen

    Schimmelpilze sind ganzjährige in der Luft vorhanden. Der Sporenflugkalender gibt Aufschluss darüber, zu welchen Zeiten welche Schimmelpilzsporen unterwegs sind. Neben dem Schimmelpilzgehalt in der Außenluft spielt die Schimmelpilzbelastung im Innenraum eine große Rolle. In vielen Wohnungen herrschen durch mangelnde Belüftung, ungünstige Möbilierung, Kondenswasserbildung oder unbemerkte Feuchtigkeitsschäden überaus günstige Lebensbedingungen für Schimmelpilze. Typische Schimmelpilzquellen in Innenräumen sind feuchte Mauern, feuchte Stellen hinter Tapeten und Textilien, Holzverschalungen und Kachelwänden. Darüber hinaus finden sich Schimmelpilze auch in Klimaanlagen, Blumentöpfen, Matratzen, Polstermöbeln und Luftbefeuchter.

     

    Behandlungsmöglichkeiten

    Im Akutfall können antiallergische Medikamente die Beschwerden lindern. Zur Behandlung der Ursache kann eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Die Wirksamkeit konnte in Studien für die Schimmelpilz Cladosporium und Alternaria belegt werden.

     

    Tipps für Schimmelpilzallergiker

    Sorgen Sie stets für eine gute Stoß- bzw. Querlüftung

    Vermeiden Sie es, Fenster lange gekippt zu öffnen

    Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60% liegen

    Stellen Sie Möbel nicht direkt an die Wände, achten Sie auf Stockflecken

    Feuchtigkeit aus warmer Luft kann sich an kühlen Wänden unbeheizter Räume niederschlagen

    Lüften Sie das Bad nach dem Baden oder Duschen und entfernen Sie Spritzwasser

    Lassen Sie keine Küchenabfälle liegen und entsorgen Sie den Hausmüll täglich. Nehmen Sie beim Öffnen der Mülltonne keinen tiefen „Atemzug"

    Verzichten Sie auf Zimmerpflanzen

    Vermeiden Sie intensiven Kontakt mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost