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Allergie-Fachbegriffe von A-Z

  • Tierhaar- Allergie/ Hunde- Allergie/ Katzen- Allergie

    Experten schätzen, dass etwa 20% der Bevölkerung, die ein Haustier halten, auch eine Allergie entwickeln, wobei dieser Prozentsatz je nach Tierart variiert. Die zunehmende Haustierhaltung hat in den letzten Jahren zu einem Anstieg entsprechender Allergien vor allem bei Kindern geführt. Besonders im Säuglingsalter gilt der Verzicht auf Haustierhaltung in Familien mit positiver Allergiegeschichte als Maßnahme, die zur Prävention von Allergien durchgeführt werden sollte. Die Auslöser einer Tierhaarallergie sind nicht die Haare der Zwei- und Vierbeiner, sondern Allergene in den Hautschuppen, im Speichel, Urin oder Kot der Tiere. Am häufigsten sind Allergien gegen Katzen, Pferde und Hunde. Auch gibt es Allergiker, die ausschließlich gegen eine Hunderasse allergisch sind.

    Je nachdem wie sensibel man ist, genügen schon geringe Allergenmengen, um Beschwerden hervorzurufen. Die Betroffenen können mit Husten, Augenjucken, Schniefnase, asthmatische Anfällen und Hautveränderungen (Neurodermitis) reagieren.

     

    Katze mit Nebenwirkungen

    Besonders problematisch als Allergieauslöser sind Katzen, bereits mehr als die Hälfte aller Allergiker ist sensibilisiert. Durch die außerordentlich gute Schwebeeigenschaft verbleibt das Katzenallergen auch nach dem Entfernen der Katze aus der Wohnung über Monate in der Luft. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Katzenallergen auch in Räumen vorkommt, in denen sich niemals ein Tier aufgehalten hat. So konnte man in Kindergärten Allergenmengen in Konzentrationen nachgewiesen werden, die ausreichen, um bei allergischen Kindern Allergien und Asthmaanfälle auszulösen. Die Problematik wird noch durch die starke Kreuzreaktivität zwischen Wild- und Hauskatze verstärkt.

     

    Hunde

    Nicht so schlimm wirkt sich die Hundehaltung aus. Etwa ein Viertel  aller Allergiker ist sensibilisiert. Das Risiko, eine Hundeallergie zu entwickeln, hängt von der Rasse ab: Für Boxer oder Schnauzer beträgt es 25 bis 30 Prozent, für Terrier oder Schäferhund hingegen nur 10 bis 15 Prozent.

    Unter den Nagern sind Meerschweinchen die häufigsten Allergieauslöser. Bei den Vögeln zählen Wellensittiche, Papageien und Tauben zu den häufigsten Auslösern.

     

    Therapie

    Die sicherste Behandlungsmöglichkeit ist die Entfernung des entsprechenden Tieres aus der Umgebung des Allergikers. Dies ist bei Haustieren nicht immer einfach, oftmals aber notwendig. Da Tierallergene sich für Monate im Hausstaub und an Kleidungstücken festsetzen, reicht meist eine einmalige Reinigungsaktion nicht aus. Außerdem sollten Sie wirksame Medikamente für den Fall bereithalten, dass Sie Kontakt mit der allergieauslösenden Tierart haben. Wenn Sie Freunde besuchen, die z.B. eine Katze haben, nehmen Sie die Antihistaminika schon vorbeugend ein.

     

    Tipps für Tierhaarallergiker

    Wenn in der Familie schon Fälle von Allergien, Asthma oder Neurodermitis aufgetreten sind, sollten Sie möglichst auf jede Tierhaltung verzichten.

    Allergische Reaktionen können auch durch Tierhaare toter Tiere hervorgerufen werden. Dies gilt z.B. für Pelz- oder Kamelhaarmäntel, Rosshaarmatratzen, Teppiche aus Tierfell etc.

    Entscheiden Sie sich trotz Allergie dafür, das Tier zu behalten, achten Sie darauf einige Räume (v.a. Kinderzimmer und Schlafzimmer) für das Tier nicht zugänglich zu machen

    Bei Tierhaltung sollten alle Räume regelmäßig und intensiv gereinigt und gelüftet werden