Allergien bei Kindern

Warum haben Kinder heute öfter Allergien?

Weltweit ist in den letzten Jahren eine dramatische Zunahme von Allergie- Patienten zu beobachten. Besonders Kinder sind davon betroffen, vermehrt auch Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren. Weltweit leidet heute jedes vierte Kind unter einer Allergie. Allergien sind bei Kindern zum häufigsten Gesundheitsproblem geworden. 

 

Dabei sind Kinder in den westlichen Staaten, insbesondere in Großbritannien, Australien und Neuseeland, deutlich stärker von Allergien betroffen als Kinder in vielen osteuropäischen und asiatischen Staaten. Die häufigsten Erkrankungen sind dabei Heuschnupfen und Asthma bronchiale.

 

Die Auswirkungen von Allergien dürfen nicht unterschätzt werden. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen und können sich bei Nicht- Behandlung verschlimmern und sogar Folgeerscheinungen nach sich ziehen. Deshalb ist es besonders bei Kleinkindern und Kindern wichtig, die Allergie frühestmöglich zu diagnostizieren und wenn erforderlich mit der passenden Behandlung zu beginnen.

 

Schon im Säuglingsalter können erste Allergie- Symptome auftreten. Dabei handelt es sich in den häufigsten Fällen um Neurodermitis oder Heuschnupfen. Im Kleinkinderalter steigt dazu die Häufigkeit von Hausstaub- und Milbenallergien, im Volksschulalter kommt Heuschnupfen hinzu.

 

Ursachen für Allergien

Zahlreiche Allergie- Spezialisten gehen seit Jahren der Frage nach, wodurch diese steigende Zahl Anzahl von Allergien erklärbar ist. Es handelt sich dabei allerdings um ein komplexes Thema, denn diverse Faktoren beeinflussen und befördern die Entstehung von Allergien. „Genetische Dispositionen und veränderte Lebensumstände haben maßgeblich zum massiven Anstieg von Allergien in der Bevölkerung beigetragen“, stellte Dr. Zsolt Szepfalsi von der Universitätskinderklinik Wien zum Thema „Kinder und Allergien“ fest (www.springermedizin.at).

 

Mediziner nennen folgende Faktoren zur Erklärung von Allergien:Vererbung spielt für Allergien bei Kindern die größte Rolle. Umso mehr nahe Verwandte unter eine Allergie leiden, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Kind ebenfalls eine Allergie entwickelt. Allerdings wird hierbei nicht die Allergie an das Kind vererbt, sondern die verstärkte Bereitschaft zur allergischen Reaktion. Dementsprechend sollten bereits im Säuglingsalter vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden.

 

Übertriebene Hygiene befördert die Entstehung von Allergien. Durch die fast keimfreie Umgebung wird das Abwehrsystem des Kindes geschwächt und untrainiert. Das kann dazu führen, dass harmlose Stoffe vom Körper als schädlich eingestuft werden und das Kind mit einer Allergie auf diese reagiert.

Umweltfaktoren wie Klimawandel, Luftverschmutzung und Tabakrauch können ebenfalls allergische Reaktionen begünstigen.Keinen Einfluss haben hingegen Impfungen und psychische Faktoren. 

 

Wie kann man Allergien bei Kindern vorbeugen?

Mediziner empfehlen verschiedene Maßnahmen, die insbesondere bei Kindern mit genetischer Vorbelastung das Allergie- Risiko reduzieren sollen:

  • Stillen oder hypoallergene Nahrung bis zum 6. Monat
  • Kein Tabakrauch in Gegenwart des Kindes
  • Keine Haustiere bis zumindest zur Vollendung des zweiten Lebensjahrs
  • Keine Diäten während der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Regelmäßige Reinigung der Stofftiere und Teppiche